Nachträglicher Platteneinbau beim Acer easystore NAS
Der Grund, weshalb ich diesem Thema einen eigenen Artikel widme, ist recht einfach: Schlechte Erfahrung. Tatsächlich ist es mir bis heute noch nicht gelungen, die interne Logik des Systems beim nachträglichen Einbau einer Festplatte zu verstehen. Leider habe ich auch bereits Datenverluste hinnehmen müssen, als das NAS mir über die Weboberfläche falsche Angaben lieferte. Aber eins nach dem anderen: Wir haben ein NAS vor uns, dass auf Linux basiert und die Festplatten mit ext2 formatiert. Kommen wir zunächst zu den 3 RAID-Varianten, die mit dem NAS möglich sind.Sicher und einleuchtend sollte jedem sein, dass man für ein RAID 0 mindestens 2 Festplatten benötigt. Gleiches gilt auch für ein RAID 1. Kommen Festplatten hinzu, so ist es notwendig, dass alle Festplatten formatiert werden müssen.
Beim RAID 5 ist die Sachlage ebenfalls klar: Hierzu benötigt man zwingend 4 Festplatten - erweiterbar ist das System mit Festplatten dann nicht mehr, ein "Upgrade" auf mehr Kapazität bedeutet, dass alle 4 Platten auszutauschen sind. Dementsprechend muss wieder alles formatiert werden.
Diese Situationen sind soweit auch logisch nachvollziehbar. Nun aber zum JBOD Modus, den auch ich nutze. Als Laie würde ich sagen, dass jede neue Festplatte formatiert wird, die bereits im System vorhandenen Festplatten bleiben von allem unberührt. In meinem Fall kam zu den Festplatten 1 und 2 noch eine dritte dazu. Diese musste laut Webinterface formatiert werden, was auch soweit alles gut verlief. Nachdem ich Daten auf die dritte Festplatte übertragen hatte, schob ich eine vierte Platte hinein, die, laut Meldung des Webinterfaces, ebenfalls formatiert werden muss. Dieses Mal wurde jedoch nicht nur die vierte Festplatte formatiert, sondern auch noch die dritte! Eine Logik ist für mich an dieser Stelle nicht erkennbar. Bislang haben wohl auch keine Firmware-Upgrades das Problem behoben, weshalb man sehr vorsichtig mit seinen Daten umgehen sollte. Im Nachhinein konnte ich in einem Beitrag des Acer Forums nachlesen, dass wohl auch andere ein ähnliches Phänomen festgestellt haben.
Ein Umbau von Festplatten (Wechseln der Festplatten-Einschübe) empfehle ich ebenfalls nicht - auch hier muss wohl die gesamte Festplatte formatiert werden, was ich ob des bereits korrektem Dateisystem ext2 nur bedingt nachvollziehen kann.
Fazit
Ein nachträglicehr Platteneinbau ist beim Acer easystore NAS meiner Meinung nach nicht zu empfehlen. Vielleicht haben andere User andere Probleme oder können die von mir beschriebenen Verhalten bestätigen. Meine Empfehlung daher: Festplatten einkaufen, einbauen und an der Belegung, etc. nichts mehr ändern ("Never change a running system" vs. "Never run a changing system").
Januar 23rd, 2010 - 17:44
Dass man bei diesen NAS mit den Änderungen an Firmware oder Hardware vorsichtig sein muss, beweist ja schon, dass bei Einspielen der aktuellen Firmware die Platten gelöscht werden… Bisschen blöd, wenn man halt Daten drauf hat
Januar 23rd, 2010 - 20:58
Genau das sind so die Kleinigkeiten, die mich derzeit alles andere als positiv stimmen… Sofern man aber das System initial einmal aufsetzt (und dann nie mehr ändert), öäuft es denke ich ganz akzeptabel